Große Goldschrecke (Chrysochraon dispar)

Namensherkunft

Ihren deutschen Namen hat die Art wegen der leicht metallisch schimmernden Färbung, die bei den Weibchen auch als leichter Goldglanz wahrzunehmen ist. 

Systematische Einordnung

Unterfamilie: Grashüpfer (Gomphocerinae)

Familie: Feldheuschrecken (Acrididae)

Unterordnung: Kurzfühlerschrecken (Caelifera)

Ordnung: Heuschrecken (Orthoptera)

Klasse: Insekten (Insecta)

Lebensweise/Ökologie

Die Große Goldschrecke besiedelt extensiv genutzte Feuchtwiesen, Grabenränder, Wiesenbrachen, Schlagfluren, Waldsäume und auch Halbtrockenrasen.

Die erwachsenen Tiere treten von Ende Juni bis September in Erscheinung. Die Art frisst neben Gräsern wie z.B. Pfeifengras auch krautige Pflanzen und Blätter von Sträuchern wie z.B. der Himbeere. Während der Paarungszeit sind manchmal minutenlange Wechselgesänge unterschiedlicher Männchen zu hören, weil der Gesang eines Männchens die anderen zum Singen anregt.

Besonderheiten

Beide Geschlechter der Art sind in der Regel flugunfähig, gelegentlich treten jedoch langflügelige und dann voll flugfähige Individuen auf, wie bei anderen Kurzfühlerschrecken auch. Vermutlich dient dies der Verbreitung der ansonsten wenig mobilen Art in andere Areale.

Das Weibchen legt seine Eier in Stängel von markhaltigen Sträuchern wie Himbeere und Kratzdistel oder auch in morsches Holz. Dazu versenkt sie bei der Eiablage ihr auf ein mehrfaches der Körperlänge ausgezogenes, teleskopartig ausgefahrenes Hinterteil weit in das Material. Die so abgelegten Eier werden durch ein rasch härtendes, schaumiges Sekret geschützt.

Gefährdung

Die individuenreichsten Bestände der Großen Goldschrecke innerhalb Deutschlands sind in den großen Flusstälern im Süden anzutreffen. Außerdem besiedelt die Kurzfühlerschrecke auch gern feuchte, extensiv genutzte Wiesen abseits von Flüssen, die nicht gedüngt werden. Für die Eiablage benötigt die Art Brachebereiche. Im Palsweiser Moos wird darauf geachtet, ausreichend große Brachflächen zu belassen. Deshalb werden bei der Mahd wechselnde Bereiche ausgespart. Die Große Goldschrecke gilt derzeit in Bayern als gefährdet, passende Lebensräume sind  leider weiterhin immer noch im Schwinden begriffen.

Kennzeichen

Bei der Großen Goldschrecke unterscheiden sich Männchen und Weibchen sowohl in der Färbung als auch in der Größe stark voneinander: Die Männchen zeichnen sich durch eine leuchtend grüne, leicht metallisch schimmernde Färbung aus. Die Weibchen, die eine Größe von etwa 22 bis 30 mm erreichen, sind bräunlich gefärbt,  mit leichtem Goldglanz der Oberfläche. Die Unterseiten der Hinterschenkel und Hinterschienen sind weinrot, manchmal gelb. Die Männchen sind wesentlich kleiner und erreichen eine Körperlänge von 16 bis 19mm. Weibchen haben lappenförmig verkürzte Vorderflügel, wie alle Larvenstadien auch. Diese berühren sich fast in der Rückenmitte. Bei den Männchen sind die vorderen Flügel hingegen sehr lang; die Flügelenden der Vorderflügel erreichen fast das Hinterende des Tieres. Die Hinterflügel sind kaum vorhanden. Beide Geschlechter haben dunkle Knie an den Hinterbeinen.

Große Goldschrecke

Maßnahmen

Wir treffen vielfältige Maßnahmen um den Lebensraum und die Artenvielfalt zu erhalten.

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Projektträger

BUND Naturschutz
in Bayern e. V.

Gemeinde Bergkirchen

Förderer

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Ein Biodiversitätsprojekt der Regierung von Oberbayern